| 74 | |  Name: | Sandra B.
(s-breil@gmx.net)
| | Datum: | Mi 07 Apr 2010 22:03:31 CEST | | Betreff: | Basisseminar 26.03.10-01.04.10 | | | Ich wollte am Basisseminar in Harderhausen mit meinem Mann teilnehmen. Da es ihm psychisch nicht gut ging, schlug Dr. Sanders mir vor, allein zu kommen. Mit einem mulmigen Gefühl fuhr ich dann auch allein hin. Heute bin ich sehr froh, dass ich mich getraut habe. Ich habe in dieser Woche so viele liebe und tolle Menschen kennen gelernt. Die Woche war leider viel zu schnell vorbei. Diese wunderschöne Umgebung, das Jugendhaus, die Verpflegung, die Kinderbetreuung, ALLES PERFEKT! Ich habe mich sehr wohl und verstanden in unserer Gruppe gefühlt. Und auch vielen lieben Dank an Rudolf und Ilona. Ohne Ilona wären wir morgens nicht so schön auf Touren gekommen und Rudolf hat uns immer so schöne Gute-Nacht-Geschichten am "Lagerfeuer" erzählt und uns erzählen lassen!! Das vermiss ich jetzt schon, und ich bin noch nicht mal eine Woche zuhause. Bestimmt nehme ich nochmal an einem eurer Seminare teil, ob mit oder ohne Mann!! Viele liebe Grüße, Sandra B. | | | Antworten auf diesen Eintrag | | |
| 73 | |  Name: | Annette
(annette.friedl@gmx.de)
| | Datum: | Do 31 Dez 2009 16:22:21 CET | | Betreff: | Basisseminar und Paarkibbuz 2009 | | | Wir waren 2009 mit unserer Tochter im Basisseminar (Ostern) und im Paarkibbuz (Sommer) und nun, da sich die Paarkibbuzler aus eigener Initiative für 2 Tage am selben Ort, dem wunderschön gelegenen Jugendhaus Hardehausen, zum Erfahrungsaustausch über die Zeit nach dem Kibbuz (vom 27.-29.12.) wiedergetroffen haben, ist auch für mich der Zeitpunkt gekommen, hier ein paar Eindrücke zu verewigen. Alle Paare, Familien, sogar auch Personen, die wieder allein sind, kommen mit einem besonderen Anliegen. Entweder gibt es oder gab es ungelöste Beziehungsprobleme oder die Paare suchen nach Möglichkeiten, ihrer Beziehung mehr Tiefe, mehr Sinn zu geben oder sich selber und den anderen besser zu verstehen, sich selber auf die Schliche zu kommen, herauszufinden, warum es bei einem selber und daher auch oft in der Beziehung klemmt. Für manche geht es auch um den ganz konkreten Versuch, die eigene Beziehung zu retten oder, wenn dies nicht möglich ist, sie vielleicht aus Überzeugung zu beenden. Alle Teilnehmer wollen sich selber und/oder ihre Beziehungen genauer betrachten. Das schafft von vornherein ein Gemeinschaftsgefühl, was für die gemeinsame „Arbeit“ von entscheidendem Wert ist. Im Alltag schmort jeder so sehr im eigenen Saft bzw. findet nicht den Raum und die Zeit einmal ganz bewusst und gezielt einen Schritt in Richtung konstruktiver Weiterentwicklung der Partnerschaft / Beziehung zu unternehmen. Mit unserem Partner verhalten wir uns daher immer auf die gleiche altbekannte Weise und kommen aus diesen Verhaltensmustern nicht heraus und das gelingt leider auch nicht in Paarberatungen, wo das Paar allein mit einem einzelnen Eheberater zusammensitzt. Diese Einzelberatungen sind zwar auch gut und wichtig, können aber nicht dem Wert dieser Gruppenarbeit annähernd entsprechen. Ich messe dem Paarkibbuz, wie auch dem Basisseminar, unschätzbaren Wert für die Entwicklung der Partnerschaft und Paarbeziehung bei, weil es eine Gruppenveranstaltung ist, die Menschen zusammenführt, die oben beschriebenes Interesse mitbringen und somit überhaupt erst zu einer „therapeutischen Gruppe“ zusammenwachsen können. Jeder Teilnehmer bringt mit seiner eigenen Persönlichkeit etwas in die Gruppe ein, was ein einzelner, auch noch so gut ausgebildeter Paartherapeut ALLEIN niemals im Stande wäre zu bieten oder zu leisten. Bei Schwierigkeiten, die während der „Paar- oder Individual-Arbeit“ auftreten können (z.B. sich nicht vom Partner, den Betreuern, einzelnen Teilnehmern richtig verstanden zu fühlen), finden sich immer irgendwelche Teilnehmer (Betreuer natürlich inbegriffen), die mich wieder auffangen können. Es kommt praktisch nicht vor, dass sich ein Teilnehmer von allen anderen so „in die Enge getrieben fühlt“, dass man am Liebsten ganz aufgeben und aussteigen möchte. Es war für mich eine sehr schöne Erfahrung, zu spüren und zu erleben, wie sich immer wieder einzelne Gruppenmitglieder einfühlsam in andere Teilnehmer, die gerade traurig oder wütend oder verletzt waren, hineinversetzen konnten und genau das Richtige in diesem Moment sagten oder taten. Gleichzeitig kann ich dadurch NUR in der Gruppe die Erfahrung machen, dass es nicht nur einen gibt, der im Recht ist. Die Gruppe ermöglicht jedem Teilnehmer auch einen neuen Blick auf den anderen oder sich selber. Wenn andere Teilnehmer eine andere Position beziehen, als ich selber oder mein Partner, dann tut das dieser Teilnehmer ja auch nur von seinem Erfahrungshintergrund aus und dadurch wird „es“ für mich selber annehmbarer, weil dieser Teilnehmer neutraler und in der Beziehung zu mir unvorbelastet ist. Der ganze Rahmen, der die Paararbeit strukturiert, sorgt dafür, dass es die ganze Zeit über nie flach, banal, belanglos oder langweilig wird. Im Gegenteil, es geht zu jedem Zeitpunkt ziemlich intensiv „zur Sache“, egal, ob es in der Turnhalle um interaktives Bewegungsprogramm, um kreative Arbeit mit Ton oder Malpapier und anschließenden verbalkreativen Ergüssen zur eigenen Ton- oder Malkunstobjekten oder um die regelmäßigen Gesprächsrunden, bei denen die Gruppenteilnehmer die einzelnen Personen / Paare durch ihre eigenen Eindrücke spiegeln, - es ist manchmal regelrecht anstrengend, weil es so intensiv ist. Ich hätte es aber nicht anders haben wollen und bin dankbar dafür, dass aufgrund des Programms und der vorgegebenen Struktur so viel intensive Begegnung mit mir selber, meinem Partner und den einzelnen Gruppenmitgliedern überhaupt erst möglich geworden ist. Ich kann mir keinen besseren Rahmen vorstellen, in dem solch eine Intensität überhaupt möglich wäre, was nicht heißen soll, dass ich mich selber zu jedem Zeitpunkt restlos wohl gefühlt hätte, aber das habe ich auch nicht erwartet. Es ist mir klar gewesen, dass wenn ich „an alte Wunden und Verkrustungen heran will“, dann ist das nicht nur angenehm, kann zunächst sogar ziemlich schmerzhaft sein, aber es birgt ja die Chance, dass die Wunde heilt, falls man „den Stachel tatsächlich aus dem Fleisch entfernt bekommt“. Ich weiß nicht, ob ich meine „Stacheln wenigstens ein bisschen gelockert habe“, aber zumindest sind mir welche noch mehr bewusst geworden. Ich habe Menschen kennen gelernt, denen es ähnlich geht wie mir, die auch „ringen“ und es tut auch gut, sich somit nicht allein zu fühlen. Es gibt jetzt viele Personen, die mich und uns und unsere Problematik sehr gut kennen und es fühlt sich bei diesen Menschen auch gut aufgehoben an. Alle Teilnehmer sind mir, obwohl sie alle sehr verschieden sind, so vertraut geworden, dass ich beim Wiedersehen ein Gefühl hatte, als würde ich richtig gute alte Freunde aus Kindheitstagen wiedertreffen - wir wissen ja nun auch sehr viel über- und voneinander. Wir haben bei unserem Nachtreffen aus Eigeninitiative vor 2-3 Tagen, ähnlich wie beim Kibbuz, zweimal in großer Runde von uns selber vor der ganzen Gruppe berichtet und dabei unglaublich viel miteinander gelacht. Das war sehr schön befreiend, obwohl nicht alles so lustig war, was da berichtet wurde. Dennoch haben wir es alle genossen. Es ist ein bisschen so, als würden wir uns jetzt als Gruppe selber weiterhelfen ("therapieren") können, was ja wohl auch Rudolfs Intention war, als er auf Gruppenarbeit setzte.
Auch wenn ich nicht weiß, wie sich die Begegnungen in Hardehausen auf mich / auf uns langfristig auswirken werden, in jedem Fall fühle ich mich total privilegiert an solchen Gruppenseminaren teilnehmen gekonnt zu haben. Es war absolut sinnvoll verbrachte Zeit, besser als mancher Urlaub, eine lohnende Bereicherung für mich und damit langfristig hoffentlich auch für uns als Paar. Ich bin Rudolf daher unglaublich dankbar, dass er für alle spürbar sein ganzes Herzblut in diese Art von Paararbeit gesteckt hat und uns die Teilnahme überhaupt erst ermöglicht hat. Ich gratuliere ihm außerdem zu seinem „Händchen für super tolle und besondere Menschen“, wozu ich zum einen seine Mitarbeiterinnen Thea, Heike, Christine, wie auch die vielen engagierten Kinderbetreuerinnen, aber auch die Teilnehmer selber zählen möchte. Daher wünsche ich mir für die zukünftigen Generationen von Paaren und Einzelpersonen, die gerne an sich arbeiten wollen und bei Rudolf "landen", dass Rudolf und sein Team noch lange durchhält und diese Art von Paararbeit weiterhin die Anerkennung und auch finanzielle Förderung bekommt, die sie meiner Überzeugung nach auch verdient. Eigentlich wäre es traumhaft, wenn ganz viele Paare, noch bevor die ersten Beziehungsproblemchen aufgetreten sind, solche Seminare besuchen könnten.
Das war jetzt wieder viel zu lang, aber so kennt man mich ja.
Ich bedanke mich bei allen, die die Treffen in Hardehausen möglich gemacht und zum Gelingen beigetragen haben, insbesondere bei Rudolf Sanders, der diese Gruppenpaararbeit überhaupt erst ins Leben gerufen hat und wünsche allen zukünftigen Gruppen ein Maximum an persönlicher Bereicherung,
Annette
| | | Antworten auf diesen Eintrag | | |
| 72 | |  Name: | Peter
(peter.friedl@gmx.de)
| | Datum: | Mi 30 Dez 2009 22:52:45 CET | | Betreff: | Paarkibbuz 2009 | | | Ich habe es schon in der Abschlussrunde gesagt: das Paar-Kibbuz war wie ein Supermarkt, von allem was dabei. Es lag nur an uns, was wir in unseren Partnerschaftskorb mit hinein nehmen wollten oder konnten, oder auch nicht. Anspruch, Action, Humor, Spannung, Melancholie, Poesie, rhythmische Musik, Theatralik, Kampf, Krampf und wieder Entspannung. Für mich waren die kreativen Momente und das anschließende „Eintauchen“ in die Gruppe am wichtigsten. Was kommt zurück? Die Gruppe bildet einen Spiegel, wie es ihn zuhause nicht gibt. Eingebettet in eine schnell entstandene Vertrautheit, die es im Alltag sonst auch nicht ohne weiteres gibt. Die Rückmeldungen konnten positiv wie auch negativ, tröstend wie auch entblößend sein. In jedem Fall aber bereichernd. Und durch Thea und Rudolf etwas gelenkt – mit überwiegend positiver Grundtönung. Das tut gut, aber nicht nur. Es gab mir Grund und Raum genug tiefere Schichten, Fragen, altbekanntes aus den Sedimenten unserer Paarbeziehung wieder zu besichtigten, mit neuen Augen und vielleicht sogar Verständnis und Liebe neu, leicht verändert zu begreifen. Das Wort der Woche war für mich das „Ehemuseum“, welches wir so oft zuvor bereits durchstreift haben, aber erst im Kibbuz wurde für mich aus dem Ehedschungel eine Art geordneter Rahmen, der mir erlaubte wohlwollend und vielleicht ein bißchen weise auf uns selbst und unsere ungelösten alten Momente zu sehen. Und mich/uns von hier aus weiter zu entwickeln. Medizinisch gesprochen war für mich das Paarkibbuz eine Einheit aus Aufnahme, Verdauung und ein bißchen auch Ausscheidung. Jeder Teilschritt ist nötig, aber nur gemeinsam halten sie uns am Leben und nähren uns. Danke Thea, Rudolf und (für Bewegung mit Begegnung) Heike von Peter
P.S. Vom 27.-29.12.2009 haben sich fast alle Kibbuzteilnehmer/innen wieder in Hardehausen getroffen – es war wie ein Treffen mit uralten Freunden. Dies zeigte wie intensiv wir doch als Gruppe zusammengewachsen waren. P.P.S. Zwischenbilanz ein halbes Jahr nach dem Kibbuz: alle Teilnehmerpaare waren weiterhin zusammen.
| | | Antworten auf diesen Eintrag | | |
| 71 | |  Name: | Angela
(mazdafan69@online.de)
| | Datum: | Sa 21 Nov 2009 15:16:51 CET | | Betreff: | Paarkibbuz 2009 in Hardehausen | | | Hardehausen Paarkibbuz... einfach den Alltag vergessen - neu anfangen und Spaß haben miteinander... Zwei Wochen Seelenmassage und eine Chance für die Partnerschaft mal eine positive Zeit miteinander zu verbringen. Eine große "Herausforderung" Dinge zu tun, die ich sonst nicht tun würde. Mit Ton arbeiten, malen, schreiben und vor der Gruppe zu präsentieren, kreativ sein in Bereichen, die mir fremd sind, die eigentlich Spaß machen, mich bereichern. Dinge, die Kraft und Zuversicht mir und meiner Partnerschaft gegeben haben. Hardehausen war für mich eine Wohlfühllandschaft, wir konnten jederzeit hinaus in die Natur, was ich oft auch nachts nutzte. Gleichzeitig die Gemeinschaft in der Gruppe zu erleben, viel positives Feedback zu bekommen, Selbstbewusstsein und Hoffnung wieder auf zu bauen, sei es durch Gespräche mit den Gruppenleitern oder den Teilnehmern, beim Sport, beim Kommunikationstraining und vielem mehr.
Die Kinder haben sich sehr wohl gefühlt und wir hatten richtig Urlaub miteinander - sie wollen bald wieder hin.
Danke Euch allen, insbesondere Rudolf und Thea für die Kraft und neuen Wege, die mir aufgezeigt wurden, die gelebt werden wollen.
| | | Antworten auf diesen Eintrag | | |
| 70 | |  Name: | Rolf L.
(kawasakifriend@go4more.de)
| | Datum: | Sa 21 Nov 2009 13:53:34 CET | | Betreff: | Paarkibbuz 2009 | | | Das Paarkibbuz war für uns nach 17 Jahren Partnerschaft die erste wirkliche Möglichkeit, uns zwei Wochen lang unserer Beziehung zu widmen, die verschiedenste verschleppte Krankheitssymptome ausgebildet hatte. Das für mich Wichtigste an diesem Aufenthalt: Unsere drei Kinder im Alter von 5, 7 und 10 Jahren wurden während dessen von ausgebildeten Betreuerinnen bestens beschäftigt und "störten" nicht unsere Partnerschaft, wie ich es sonst häufig empfinde.
So wurde mir schon am ersten Tag eine große Last von den Schultern genommen, was ich sehr genoss. Da es Sommer war, konnten die jungen Betreuerinnen mit den Kindern viel Zeit in der Natur verbringen und die Kinder selbst wollten keinen Tag den Besuch im Schwimmbad verpassen, das im Preis eingeschlossen war. So fielen die Kinder abends wie ein Stein ins Bett und wir Erwachsenen konnten uns auch nach dem Zubettgehen der Kinder wieder auf das Positive in unserer Beziehung konzentrieren.
Ja, das war es, was wir unter anderem im Paarkibbuz lernten: Das Positive unserer Partnerschaft wahrzunehmen und auszusprechen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Unter Anleitung der drei Trainer und Einbeziehung der täglichen Körperarbeit in der Turnhalle gab es aber viele Ansatzmöglichkeiten, sich selbst und den Partner mal völlig anders wahrzunehmen und somit neue Gestaltungsräume kennen zu lernen. Und es gab viele Gelegenheiten, die Vorzüge des Partners auch von den Gruppenmitgliedern beleuchten zu lassen. Das war für mich eine elementare Erfahrung. Auch war es ein tolles Gefühl, von den Trainern an die Hand genommen zu werden und einfach mal Ich sein zu dürfen, ohne Wenn und Aber. Schon nach wenigen Stunden entstand für mich in der Gruppe ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl und es fiel mir nicht mehr schwer, meine Ängste und Sorgen anzusprechen. Wenn mal etwas ins Stocken geriet, sorgten die große Einfühlsamkeit und Erfahrung der Trainer für eine schnelle Lösung des Problems. Überhaupt sind in der Partnerschule die Persönlichkeiten der Trainer das eigentliche Gewicht, das die Partnerschule im Gegensatz zu manch einer anderen anonymen Paarberatung mit Stolz in die Waagschale werfen kann. Ich hatte nie das Gefühl, "von oben herab" therapiert zu werden. Und dies schafft ein unglaubliches Vertrauen und auch den Mut, öfter mal über den eigenen Schatten zu springen um sich weiter zu entwickeln.
Bei allem liebevollen Miteinander hat es mich aber dann doch irgendwie gewurmt, dass ich nie richtig Gelegenheit erhielt, mich mal richtig gemein über den Partner "auszukotzen" und all das abzuwerfen, was sich über die Jahre angestaut hat. Hier wurde mir kein Ventil geboten. Auch der Stockkampf in der Turnhalle half hier nicht. Ich vermute mal, dass dies nicht ins Konzept der Partnerschule passt, ich aber fände die Möglichkeit nicht schlecht, diese "Päckchen" aus dem "Ehemuseum" nach einer befreienden Verbalisierung symbolisch mit Hilfe der ganzen Gruppe zu versenken - und sei es mit Hilfe eines Spatens irgendwo im Wald des ehemaligen Klosters Hardehausen, wo unser Paarkibbuz statt fand. Diese Katharsis sollte meiner Ansicht nach im ersten Drittel eines Paarkibbuz angesiedelt werden, damit die "Festplatte" von diesen "schmutzigen" Dingen gelöscht und Raum für Neues geschaffen wird. Vielleicht gehöre ich aber auch zu einer Minderheit, die diesen „Druck“ verspürt.
Das Paarkibbuz war für mich nach dem Basis-Seminar nun der zweite Teil unserer Paartherapie und ich freue mich schon auf die nächsten Teile, die da kommen mögen. Wir haben im Paarkibbuz das Handwerkszeug erhalten, wie wir am besten mit dem Partner umgehen. Zusätzlich gab es auch ein paar Tricks, wie der innere Schweinehund für eine wirkliche Veränderung überwunden werden kann. Letztendlich bleibt es aber jedem selbst überlassen, ob und wie er das Erlernte umsetzt und damit die erwünschte Nachhaltigkeit erzeugt. Für mich persönlich war es - vom Alltagsstress überwältigt - bislang schwer, alte Lernmuster durch neue Lernmuster zu ersetzen. Groß ist auch die Gefahr, dass das Paarkibbuz im Nachhinein für eine Alibi-Funktion herhalten muss. Gleichzeitig war ich bislang inkonsequent, was die Lernzielkontrolle angeht. Insofern gehen viele Misserfolge in unserer Partnerschaft nach dem Kibbuz auf mein Konto. Hilfreich für mich ist es wohl, eine Lernzielkontrolle mit Hilfe der Gruppenmitglieder zu organisieren, damit es zusätzliche "Kontrollinstanzen" gibt. Das Eingeständnis fällt mir schwer, aber meine eigene Selbstdisziplin ist offenbar nicht ausreichend. Zu verkrustet sind die eingespielten Verhaltensmuster in der Beziehung. Aber auf diese Weise bringt mich aber auch das nagende schlechte Gewissen langsam aber stetig zum Ziel.
So wird es für mich weitergehen mit der Partnerschule. Sie erhält von mir das "Prädikat wertvoll" und meinen aufrichtigen Dank und „Hut ab“ an die Trainer.
| | | Antworten auf diesen Eintrag | | |
|