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Lieber mit dem alten Partner etwas Neues, als mit einem neuen Partner wieder das Alte!

Beziehungsprobleme verstehen – Partnerschaft lernen.
Partnerschule als Kompetenztraining in Ehe- und Familienberatung

Buchbesprechung

Stefan Schumacher, DAJEB:

Dr. Rudolf Sanders ist bei der DAJEB kein Unbekannter, hat er doch 2004 im Rahmen der Jahrestagung zum Thema Partnerschaft einen Vortrag zum Thema Beziehungskompetenz gehalten, der bei vielen Beraterinnen und Beratern ein großes Interesse an der Partnerschule ausgelöst hat.

Nun ist das dritte Buch zu diesem Thema erschienen und mir kam beim durchstöbern als erstes der Gedanke „Alter Wein in neuen Schläuchen“ – und das meine ich als leidenschaftlicher Weintrinker durchweg positiv, denn ausgereifte Produkte sollten in einem Gefäß gelagert werden, dass die Ware gut schützt, langlebig macht und zeitgemäß präsentiert.

Das ist mein Eindruck von diesem Buch: der rund-erneuerte Schlauch bettet das Konzept Partnerschule in drei aktuelle Zusammenhänge und zeigt dadurch mehr Profil:  Eine soziologische Bestandsaufnahme der Situation von Paaren, der Rollenbilder und veränderter Werteorientierung, die neurobiologische Perspektive mit Hinweisen auf die Wirkung von persönlichem Lernen, psychologischer Beratung und zwischenmenschlicher Kommunikation sowie  ein Evaluationskonzept, das die Wirksamkeit und Überprüfbarkeit des Konzepts im Blick hat.

Die Veröffentlichung beinhaltet einen konzeptionellen Teil, der viel Anregungen liefert, die Arbeit mit Paaren in einen passenden Rahmen für ressourceorientierte Veränderung und Beziehungskompetenz zu stellen. Der zweite Teil gibt ausführlich Einblick in die praktische Arbeit mit Paaren in gruppenorientierten Settings – angefangen von dem Erstkontakt bis hin zur Wirksamkeitsprüfung am Ende der Begleitung.

Erfreulich finde ich auch, dass der Blick nicht auf die reine Paarsituation fokussiert bleibt, sondern - wenn auch vielleicht etwas knapp - die familiendynamische Perspektive mit integriert wurde und die Beziehungsgestaltung des Paares auf die Beziehungsperspektive zu den Kindern hin ausgeweitet wird.

Das Beratungskonzept von Rudolf Sanders sehe ich als ein chancenreiches und wirksames Modell moderner Paar- und Familienberatung. Dabei gibt es zwei Axiome, die im Buch zugrunde gelegt sind und die ich als Voraussetzung für den Erfolg der Arbeit sehe: „Besser mit dem alten Partner etwas Neues als mit einem neuen das Alte (R. Sanders); und „etwas Positives hinmachen ist für den Therapieerfolg wichtiger als etwas Negatives weg machen“ (Klaus Grawe). Diesen beiden „Glaubenssätzen“ sollten sowohl Beraterinnen und Berater wie auch Ratsuchende zustimmen können, um das Konzept erfolgreich zu durchlaufen.

Spannend bleibt für mich die Frage, wie das Konzept strukturell und ökonomisch in der Ehe- Familien- und Lebensberatung integriert werden kann, ob es im Kontext der institutionellen Beratung verwirklicht werden kann oder eher im Setting der Selbständigkeit Anwendung finden wird. Würde in der Gesellschaft das Thema „Beziehungskompetenz“ eine solche Präsenz bekommen wie derzeit die Erziehungskompetenz in den Medien, so würde das Modell Partnerschule von Rudolf Sanders sicherlich einen ersten Platz belegen.

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