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Lieber mit dem alten Partner etwas Neues, als mit einem neuen Partner wieder das Alte!

Beziehungsprobleme verstehen – Partnerschaft lernen.
Partnerschule als Kompetenztraining in Ehe- und Familienberatung

Buchbesprechung

Ursula Reinsch,
GwG Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie e.V. Köln

„Besser mit dem alten Partner was Neues, als mit dem neuen das Alte!“ – Dieser Satz steht im Kladdentext des Buches und könnte als Credo für Rudolf Sanders „Partnerschule“ gelten. In seinem Buch bezieht der Autor Partnerschaftskonflikte, um die es in seiner Partnerschule stets geht, zunächst auf die neurobiologische Forschung. Dort lautet die passende Kernaussage – vereinfacht ausgedrückt: „Wir können nichts Altes wegmachen, sondern müssen Neues hin-machen“. Dies gilt für Gefühle wie für Verhaltensweisen. Was damit gemeint ist, erklärt der Autor so: „Bewegen sich zwei unbewusst in einem ‚alten Film’, kann es passieren, dass die scheinbar unbedeutende Geste mit der Hand, die Flasche Bier auf dem Tisch, das Spielen einer bestimmten musikalischen Stilrichtung plötzlich eine Katastrophe auslöst.“

In solchen Situationen übernähmen bestimmte Erregungsmuster Regulationsfunktionen. Solche Automatismen könnten, wie dies Forschungsergebnisse aus der Neurobiologie aufzeigten, durchbrochen werden. Neue Lösungsstrategien könnten bewusst entwickelt werden. Würden diese eingeübt, würden sich das auch in neuen neuronale Strukturen zeigen.

Rudolf Sanders erläutert auch die evolutionären, historischen und philosophischen Hintergründe seiner Partnerschule. Er legt den Finger auf Wunden der postmodernen Lebensweise, zeigt die sich permanent verschlechternden Rahmenbedingungen postmoderner Paarbeziehungen auf. Zwar bevorzugten Menschen nach wie vor die Ehe, tatsächlich seien sie durch die kaum noch in der Lage dazu, sich dauerhaft zu binden. Als Stichworte nennt Sanders die hohen Scheidungsraten, die sinkenden Geburtenzahlen, Anforderungen aus der Arbeitswelt, berufliche Mobilität, Werteverfall, das Leben durch und mit Medien anstelle  eigenem Erleben u.a.m.

Deutlich wird beim Lesen, wie schwer es Paare haben, in der heutigen Zeit ein dauerhaftes und befriedigendes Miteinander aufzubauen, in dem Liebe und Sexualität einen festen Platz haben. Sanders zeigt uns, wie es (anhand zahlreicher praktischer) Übungen gelingen kann, die Ressourcen von Paaren (neu) zu entdecken, zu aktivieren und festgefahrene Wege zu verlassen, alte Muster zu überwinden. Gelebte Automomie und Zweisamkeit seien Kennzeichen befriedigender Paarbeziehungen.

Der Autor hat in sein Buch einen „Leitfaden für den ersten Kontakt“ in einer Paarberatung aufgenommen und ebenso ein „Paarinterview zur Beziehungsgeschichte“. Beides kann BeraterInnen helfen, Erstkontakte zu gestalten. Sanders schildert im letzten Teil des Buches die drei Module seiner Partnerschule: Basisseminare, Aufbauseminare, Paarkibbuz, die jeweils als Gruppentrainings durchgeführt werden.

Dies ist ein Buch für BeraterInnen, die in der Ehe- und Familienberatung arbeiten und deren Basis personzentrierte Grundhaltungen sind – denn an sie wendet sich das Buch. Profitieren können auch Ratsuchende, die einen Beratungsprozess besser antizipieren oder verstehen können. Das Buch ist als Alternativmodell zu Trennung und Scheidung gedacht. Und diesem Anspruch wird es ganz sicher gerecht. 

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