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Lieber mit dem alten Partner etwas Neues, als mit einem neuen Partner wieder das Alte!

Beziehungsprobleme verstehen – Partnerschaft lernen.
Partnerschule als Kompetenztraining in Ehe- und Familienberatung

Buchbesprechung

Prof. Dr. Frank Nestmann, Dresden. Professur für Beratung und Rehabilitation

Rudolf Sanders, Leiter der Katholischen Ehe- und Familienberatungsstelle Hagen und Iserlohn sowie Herausgeber von `Beratung Aktuell´, hat mit „Beziehungsprobleme verstehen – Partnerschaft lernen“ ein Buch geschrieben, was in der überbordenden Flut existierender Beziehungs- und Eheratgeber deutlich heraussticht. Der `Erfinder´ und langjährige Entwickler einer Partnerschule als Kompetenztraining in der Ehe- und Familienberatung verbindet hier die didaktisch gekonnte und systematisch aufgebaute Weitergabe seiner ebenso fassettenreichen wie fundierten Erfahrungen in drei verschiedenen Modellen der Paararbeit im Gruppensetting mit einer psychosozialen Erörterung und Analyse von Partnerschaft und Elternschaft, ihren Ressourcen, Anforderungen, Problemen und Krisen hier und heute.

Der Autor besteht, und das ist rar im Ratgebersegment des Buchmarkts, auf einer wissenschaftlichen Fundierung seiner Praxis, theoretisch konzeptionell wie vor allem empirisch evaluativ. So werden die wichtigsten `wissenschaftlichen Fundamente´ seiner Partnerschule aus Pädagogik, Psychologie und Psychotherapie ebenso verständlich und nachvollziehbar ausgewiesen wie die Möglichkeiten einer systematisch geplanten Auswertung und Kontrolle der Trainingskonzepte.

Der Vorwurf einer eklektischen Orientierung wird nicht ausbleiben, aber Rudolf Sanders offenbart sich eher als ein reflexiver Integrationist, der überzeugend deutlich macht, dass in seinem Ansatz Denken, Fühlen, Körpererleben und Handeln ebenso zusammengehen wie Individuum und persönliche soziale Beziehungen. Man erfährt, dass eine personenzentrierte Grundhaltung, die Analyse von Übertragungsphänomen und verhaltenstherapeutische Methoden sich in der Praxis der Beratung mit Paaren nicht ausschließen und dass dabei die Leitlinien einer allgemeinen Psychotherapie: Ressourcenaktivierung, Problemaktualisierung, Problembewältigungshilfe und Klärung dem Ansatz klare Konturen vermitteln können – alles auf einem anwendungsbezogenen Niveau, welches PraktikerInnen wirklich Unterstützung liefert. Da hätte es der gelegentlichen (heute scheinbar unausweichlichen) genetisch neurobiologischen Einsprengsel gar nicht bedurft.

Man muss die in ihrer Breite zwangsläufig allgemein bleibenden gesellschaftlichen Gegenwarts- und Entwicklungsanalysen und die daraus abgeleiteten Problematisierungen von Ehe, Familie, Partnerschaft und Kindern nicht in Gänze übernehmen. Sozioökonomische und soziokulturelle Interessenkonstellationen, wie Machtverhältnisse im `Großen´ und `Kleinen´ bleiben weitgehend ausgespart und auch herrschende Geschlechterverhältnisse z. B. in Bezug auf Ehe, Paarideen oder Treue werden nur zaghaft kritisch thematisiert. Aber Rudolf Sanders stößt zum Nachdenken über viele Fassetten vieler Partnerschaften an. Er tut noch weit mehr. Er liefert vor allem PraktikerInnen der Ehe- und Familienberatung eine Vielzahl hilfreicher Reflexions- und Interpretationsfolien für ihre Arbeit sowie drei sehr elaborierte praktische Handlungs- und Trainingskonzepte zur Arbeit mit Paaren in Gruppensettings, bis hin zu konkreten Durchführungs- und Auswertungsanweisungen.

Ein Fremdbeitrag von Christine Kröger berichtet zudem über die gelungene Evaluation dieses offensichtlich erfolgreichen Kompetenztrainings in der Ehe- und Familienberatung.

Somit trägt der Autor und sein Buch direkt zur Verbreitung eines qualitätsgesicherten Paartrainings und indirekt hoffentlich zur Förderung eines konstruktiven Miteinanders vieler Partnerschaften und Paare bei.

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